Maren Wellendorf, Malerin in Andalusien:

einige Pressestimmen

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Maren Wellendorf, Sur Deutsche, 9-Sept-2010,Portrait Maren-kl

(Bremen)

Guitar Crusher bekommt von Maren Wellendorf ein Porträt Guitar crusher+ Maren Wellendorf-300


Die Worpsweder Künstlerin Maren Wellendorf traf den amerikanischen Bluessänger Guitar Crusher vor zehn Jahren im Bremer KITO und war begeistert - nicht nur von seiner Musik, sondern auch von seinem ausdrucksvollen Gesicht. Sie bot daraufhin dem Sänger aus New York an, ihn zu porträtieren. Daraus entwickelte sich eine Brieffreundschaft, Fotos wurden verschickt und Zeichnungen und Bilder gemalt.
Als Crusher jetzt an der Blues-Session anlässlich des Geburtstags der Music Hall teilnahm, überreichte die Malerin ihrem Bekannten ein Gemälde von damals, das den Künstler noch jünger und mit längeren Haaren zeigt. Als Dank für das Kunstwerk erhielt Maren Wellendorf eine neue CD mit persönlicher Widmung.

 

Emotionen zwischen Watt und Wüste

Galerie Andalusien Art zeigt Landschaftsbilder der Malerin Maren Wellendorf

Von unserer Mitarbeiterin Meike Rotermund

Worpswede. Die Tiefe in der Landschaft prägt die Bilder der Malerin Maren Wellendorf.
Zerklüftete Bergformationen, weite Wattflächen oder menschenleere Gassen zeigen die einprägsamen Motive der Worpsweder Künstlerin und ziehen den Blick des Betrachters auf sich.

Eine Auswahl von 20 Arbeiten mit dem Titel „Zwischen Watt und Wüste", die während der vergangenen drei Jahre entstanden sind, ist derzeit in der Galerie Andalusien Art in Worpswede ausgestellt. In ganz unterschiedlichen Formaten sind diese Landschaften, die zum Teil in Südspanien, zum Teil in Worpswede entstanden sind, durch die Klarheit ihres Aufbaus und die Intensität ihres Ausdrucks charakterisiert. Dabei variiert die Künstlerin ihre Farbpalette und die malerischen Techniken, wobei eine bewusst eingesetzte Farbperspektive viele ihrer Arbeiten prägt. Mal bildet Maren Wellendorf die Motive mit spitzer Feder ganz detailliert, mal mit breitem Pinselstrich verschwommen ab. Mal scheinen die mit Licht und Schattenpartien modellierten Felsformationen wie dreidimensional aus dem Bild hervorzutreten. Oder die Malerin fügt der Farbe Naturmaterialien wie Sand oder Muscheln zu, so dass die fertigen Werke eine reliefartige Oberflächenstruktur erhalten, die verschiedene Besucher während der Vernissage zum Anfassen der Bilder herausforderte.

In seiner Laudatio zur Ausstellungseröffnung bezeichnete Professor Jost Funke aus Bremen jedes der Bilder Maren Wellendorfs als ein Resultat exakten bildnerischen Denkens. Und der Referent hob zudem die hohe emotionale Kraft hervor, die aus den Bildern spreche.

Und so sei für sie, wie die Malerin Maren Wellendorf selbst sagte, die Landschaft eine Schule des Sehens und Empfindens. Dabei liebe sie an der Natur die Einsamkeit, und so habe sie ganz bewusst die Menschen aus ihren Kompositionen verbannt.

Ihre einprägsamen Landschaften malt die Künstlerin nicht im Freien, sondern im Atelier. Aus Skizzen und Fotografien, die zuvor in der Natur entstanden sind, wird hier dann die Bildkomposition entwickelt. „Im Atelier bin ich in meiner eigenen Welt. Das was draußen ist, ist dann nicht mehr wichtig." Und so sind ihre jüngsten norddeutschen Landschaften zum Teil auch in ihrem südspanischen Atelier entstanden sowie umgekehrt andalusische Motive in Worpswede „komponiert" wurden.

Die Künstlerin wundert sich im Gespräch selbst über die Entwicklung in ihrem Schaffen. Seien es doch zunächst die andalusischen Berge und Wüsten gewesen sowie die südliche Architektur, die sie angezogen haben, sie zu malen. Über die Auseinandersetzung mit dieser faszinierenden, fremden Welt habe sie dann einen künstlerischen Zugang zu ihrer heimischen norddeutschen Landschaft gefunden.

Auf diese Weise ist denn auch die stimmungsintensive zweiteilige Wattlandschaft in kühlen Farben entstanden - mit hohem Himmel, bei dem die helle Sonne, die in den Wasserpartien reflektiert, die dunklen Wolken zu durchbrechen scheint...